9 Personal- und Sicherheitsdienstleister im Vergleich: Größe und Erlaubnisse
Das Firmenverzeichnis führt 13 Anbieter für Auf- und Abbaupersonal (Stagehands). 9 davon nennen auf ihrer Website Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Bewachungserlaubnis oder Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung; die Tabelle stellt diese Angaben nebeneinander, lässt sich sortieren und nach Bundesland und Mitarbeiterzahl filtern.
Angaben der Firmen auf ihren Websites, abgerufen 14.10.2026 bis 16.10.2026, geprüft 14.10.2026 bis 21.10.2026. Mitarbeitende wie von der Firma genannt; Personalpools und Karteien („registrierte Personen“) sind nicht vergleichbar und fehlen. Einsatzgebiet: weitester genannter Radius. Bewachungserlaubnis (§ 34a GewO) und Arbeitnehmerüberlassung: laut Website genannte Erlaubnis oder Sachkunde, „–“ heißt nicht genannt. 4 weitere Firmen ohne vergleichbare Angaben stehen in der Liste oben.
Was Stagehands leistenStagehands sind die Helfer hinter den Kulissen. Sie entladen Lkw, tragen Cases in die Halle, bauen Bühnenpodeste, Bodentraversen und Tribünenelemente auf, verlegen Kabel und Bodenschutz, stellen Bestuhlung und räumen nach der Veranstaltung alles in umgekehrter Reihenfolge ab. Bei Konzerten und Tourneen arbeiten sie den Gewerken Ton, Licht, Video und Rigging zu, bei Messen den Standbauern, bei Kongressen den Technik- und Möbeldienstleistern. Personaldienstleister stellen dafür Teams in wechselnder Größe, oft mit einer Crew-Leitung, die Aufgaben verteilt und für die Produktionsleitung ansprechbar ist. Je nach Anbieter gehören auch Fahrer, Staplerfahrer und Kräfte mit Qualifikation für Arbeiten in der Höhe zum Angebot.Planung und AuswahlDer Bedarf ergibt sich aus Produktionsplan und Ladeliste: Wie viele Lkw kommen, wie weit sind die Wege, gibt es Rampen und Aufzüge, wie lang sind die Zeitfenster? Agenturen fragen nach Treffpunkt, Schichtbeginn, Pausen, Verpflegung und Parkmöglichkeiten. Umgekehrt lohnt es, beim Anbieter nach Einweisung und Erfahrung der Kräfte zu fragen, nach Nachweisen für Gabelstapler oder Hubarbeitsbühnen, nach persönlicher Schutzausrüstung wie Sicherheitsschuhen, Handschuhen und Helm und nach der Haftpflichtversicherung. Bei Nachtarbeit und mehrtägigen Aufbauten spielen Ruhezeiten und Schichtwechsel eine Rolle. In Arenen und Stadien treffen oft Wochenendschichten und knappe Ladezeiten zusammen; ein zeitlicher Puffer für verspätete Anlieferungen verhindert, dass Schichten ausufern. Eine klare Abgrenzung, welche Arbeiten den Fachfirmen vorbehalten bleiben, verhindert, dass Helfer Aufgaben übernehmen, für die ihnen die Qualifikation fehlt, etwa Elektroanschlüsse oder Arbeiten an hängenden Lasten.Arbeitsschutz im bühnentechnischen BereichAuf Bühnen und Szenenflächen gelten die Unfallverhütungsvorschriften DGUV Vorschrift 17 und 18 „Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung“; konkretisiert werden sie durch die 2024 erschienene DGUV Regel 115-002. Die Vorschrift 17 bindet Leitung und Aufsicht an Bühnen- und Studiofachkräfte und verlangt bei Gastspielen oder bei Nutzung durch Dritte eine Festlegung, wer diese Rolle übernimmt. In Versammlungsstätten sehen die Vorschriften der meisten Länder abhängig von der Größe der Szenenfläche eine Fachkraft oder Verantwortliche für Veranstaltungstechnik vor. Stagehands arbeiten deshalb in der Regel unter der Leitung qualifizierter Fachleute. Bei überlassenem Personal ist vorab festzulegen, wer die Unterweisung übernimmt; die Überlassung selbst ist nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz erlaubnispflichtig.Berufe und verwandte LeistungenEin Teil der Stagehands arbeitet in geringfügiger Beschäftigung: In der Berufsuntergruppe Veranstaltungs- und Bühnentechnik zählte die Bundesagentur für Arbeit Ende 2025 genau 8.439 geringfügig Beschäftigte. Einen eigenen Ausbildungsberuf für Stagehands gibt es nicht; viele Agenturen weisen neue Kräfte selbst ein und setzen sie zunächst gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ein. Wer sich beruflich festlegen möchte, findet den Einstieg über die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik und kann sich später zum Geprüften Meister für Veranstaltungstechnik fortbilden. Einen Überblick über Ausbildung und Studium bietet die Studienübersicht. Eng verbunden sind Bühnen, Rigging und Traversen, Bodensysteme und Bühnenpodeste sowie die Event- und Messelogistik; die Betreuung von Gästen übernimmt dagegen Eventpersonal und Hostessen.