9 Personal- und Sicherheitsdienstleister im Vergleich: Größe und Erlaubnisse
Das Firmenverzeichnis führt 11 Anbieter für Sicherheits- und Ordnungsdienst. 9 davon nennen auf ihrer Website Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Bewachungserlaubnis oder Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung; die Tabelle stellt diese Angaben nebeneinander, lässt sich sortieren und nach Bundesland und Mitarbeiterzahl filtern.
Angaben der Firmen auf ihren Websites, abgerufen 13.10.2026 bis 15.10.2026, geprüft 14.10.2026 bis 21.10.2026. Mitarbeitende wie von der Firma genannt; Personalpools und Karteien („registrierte Personen“) sind nicht vergleichbar und fehlen. Einsatzgebiet: weitester genannter Radius. Bewachungserlaubnis (§ 34a GewO) und Arbeitnehmerüberlassung: laut Website genannte Erlaubnis oder Sachkunde, „–“ heißt nicht genannt. 2 weitere Firmen ohne vergleichbare Angaben stehen in der Liste oben.
Aufgaben im Sicherheits- und OrdnungsdienstSicherheitsdienstleister schützen Gäste, Mitwirkende und Sachwerte. Am Einlass kontrollieren sie Tickets, Taschen und Ausweise, im Gelände lenken sie Besucherströme, halten Rettungswege frei und achten auf die Einhaltung der Hausordnung. Vor Bühnen sichern sie den Bereich hinter der Absperrung, in Backstage- und VIP-Zonen den Zutritt, nachts Bauten und Material. Bei Veranstaltungen in Versammlungsstätten bilden sie oft den Ordnungsdienst, den das Sicherheitskonzept vorsieht; geführt wird er nach der bayerischen Versammlungsstättenverordnung von einem Ordnungsdienstleiter, den Betreiber oder Veranstalter bestellen. Ergänzt werden diese Aufgaben durch Personenschutz, Parkraumeinweisung, Videoüberwachung und Leitstellen, die Funk und Meldungen bündeln. Auf Messen gehört die Standbewachung in den Nächten zwischen den Messetagen dazu.Erlaubnis, Unterrichtung und SachkundeWer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen bewachen will, benötigt nach § 34a Abs. 1 der Gewerbeordnung eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Beschäftigte Wachpersonen müssen nach Abs. 1a zuverlässig sein und durch eine Bescheinigung der Industrie- und Handelskammer nachweisen, dass sie unterrichtet wurden; die Unterrichtung kann bei jeder IHK erfolgen, die sie anbietet. Für bestimmte Tätigkeiten verlangt das Gesetz zusätzlich eine vor der IHK abgelegte Sachkundeprüfung, darunter Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, Bewachungen im Einlassbereich gastgewerblicher Diskotheken und die Bewachung zugangsgeschützter Großveranstaltungen in leitender Funktion. Gewerbetreibende, Wachpersonen und Betriebsleitungen werden im Bewacherregister erfasst, das nach § 11b der Gewerbeordnung das Statistische Bundesamt führt. Ob ein Einsatz als Bewachung gilt, beurteilt im Zweifel die zuständige Behörde.DIN 77200 und Fragen an AnbieterQualitätsanforderungen an Sicherheitsdienstleister beschreibt die Normenreihe DIN 77200. Teil 1 in der Ausgabe 2022-10 legt allgemeine Anforderungen an Sicherheitsdienstleister fest, nennt den Veranstaltungssicherungsdienst ausdrücklich als eigene Dienstleistungsart und enthält im Anhang Anforderungsprofile für das Personal. Teil 2 behandelt weitere Sicherungsdienstleistungen für besondere Leistungsbereiche, Teil 3 Prüfung und Zertifizierung. Die Anwendung der Norm ist freiwillig; Auftraggeber können sie in Ausschreibungen zur Bedingung machen. Bei der Auswahl helfen Fragen nach der Erlaubnis nach § 34a, nach Sachkundenachweisen der Einsatzleitung, nach Erfahrung mit Veranstaltungen vergleichbarer Größe, nach Funk- und Meldewegen, nach Schulungen in Deeskalation und Erster Hilfe, nach der Kennzeichnung der Kräfte und nach der Haftpflichtversicherung. Werden Subunternehmer eingesetzt, sollte erkennbar sein, dass auch diese die Anforderungen erfüllen.Berufe und verwandte LeistungenFür die Sicherheitsbranche gibt es zwei duale Ausbildungsberufe: Die Servicekraft für Schutz und Sicherheit lernt zwei Jahre, die Fachkraft für Schutz und Sicherheit drei Jahre, beide nach Verordnungen vom Mai 2008. Auf Seiten der Veranstalter planen Veranstaltungskaufleute und Geprüfte Veranstaltungsfachwirte den Einsatz mit. Studiengänge mit Sicherheits- oder Eventbezug verzeichnet die Studienübersicht. Das Sicherheitskonzept selbst entsteht in der Leistung Sicherheitskonzepte und Veranstaltungssicherheit; Zäune und Bühnengräben liefert die Absperr- und Zauntechnik, die Zutrittstechnik die Leistung Ticketing und Einlasskontrolle, Funkgeräte die Funk- und Kommunikationstechnik.