Eventmanagement Studium und Ausbildung

Das Portal rund um ein Studium oder eine Ausbildung im Bereich Eventmanagement

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Studenten wird nachgesagt, dass sie gerne feiern. Wer dazugehört und sich sogar vorstellen kann, das Feiern zum Beruf zu machen, für den ist ein Studienabschluss mit Schwerpunkt Eventmanagement der erste Schritt zum Traumberuf.

Studienangebote

Wer sich für ein Studium im Bereich Eventmanagement interessiert, kann aus einem breiten Spektrum unterschiedlicher Ausbildungsangebote wählen. Bachelorstudiengänge an (Fach-) Hochschulen sind für Studienanfänger ohne akademische Vorkenntnisse konzipiert. Masterstudiengänge bauen auf einer vorausgegangene akademischen Ausbildung auf. Im Rahmen eines dualen Studiums werden akademische und berufspraktische Ausbildungselemente kombiniert.

Darüber hinaus gibt es nicht-akademische Lehrgänge, die entweder auf eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer vorbereiten oder der Weiterbildung dienen.

Studienformen und Studienverlauf

Die konkrete Ausgestaltung des Studiums hängt sowohl vom Anbieter als auch der Art des gewählten Studiengangs ab. Für ein akademisches Studium, das zum Bachelor führt, beträgt die Regelstudienzeit 6 Semester. Im Anschluss daran kann ein Masterstudium begonnen werden. Die Regelstudienzeit liegt bei 4 Semestern. Masterstudiengänge stehen auch Absolventen offen, die ein Hochschulstudium mit einem anderen Grad als dem Bachelor (z.B. Diplom, Magister, erste Staatsprüfung) abgeschlossen haben.

Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten sowohl Voll- als auch Teilzeitstudiengänge an. In letzterem Fall verlängert sich die Regelstudienzeit um etwa 50 Prozent. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) für ein Universitätsstudium und die Fachhochschulreife (Fachabitur) für ein Studium an der Fachhochschule. Wer gerne praxisorientiert studieren und gleichzeitig einen anerkannten Ausbildungsberuf abschließen möchte, ist mit einem dualen Studium gut beraten. Zugangsvoraussetzung für ein ausbildungsintegriertes duales Studium ist neben der (Fach-) Hochschulreife ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Welche Ausbildungsverträge anerkannt werden, regelt die jeweilige Studienordnung. Interessierte sollten sich hier unbedingt vor Studienbeginn ausführlich beraten lassen. Die meisten Hochschulen die duale Studiengänge anbieten kooperieren mit, häufig sehr renommierten, Unternehmen und können adäquate Ausbildungsplätze vermitteln. Neben ausbildungsintegrierenden Studiengängen gibt es auch duale Studienangebote für Kandidaten, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und berufsbegleitend ein Hochschulstudium abschließen möchten.

In der Regel wird hier ein Teilzeit/Berufsbegleitendes Studium mit einer Teilzeitstelle kombiniert. Das verlängert zwar das Studium, ermöglicht es den Studenten aber, ihre Hochschulausbildung selbst zu finanzieren und weiterhin Berufserfahrung zu sammeln, so dass häufig gleich nach Abschluss des Studiums eine Führungsrolle übernommen werden kann. Wer aus beruflichen oder persönlichen Gründen kein Präsenzstudium absolvieren kann, hat die Möglichkeit, sich an der Fernuniversität Hagen oder einer Reihe von Fachhochschulen für ein Fernstudium einzuschreiben. Die gelegentliche Teilnahme an Präsenzveranstaltungen ist zwar auch hier obligatorisch, grundsätzlich entscheiden aber die Studierenden selbst, wo und wann sie ihre Studienleistungen erbringen. Vorlesungsskripte und andere Unterlagen erhalten die Studenten per Post oder E-Mail. Häufig können die Studienmaterialien auch direkt von der Homepage des Anbieters herunterladen werden. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie den Lehrstoff durcharbeiten und ihre Ergebnisse anschließend, meist elektronisch, an ihre Dozenten zurücksenden. Die eingesandten Arbeiten werden korrigiert und kommentiert an die Studierenden retourniert. Mittlerweile wird dieses Lehrangebot durch virtuelle Vorlesungen und Seminare sowie durch Online-Tutorien ergänzt.

Neben den akademischen Studienangeboten gibt es auch Fernlehrgänge, die auf eine IHK-Prüfung vorbereiten oder Fortbildungskurse, für die ein Zertifikat ausgestellt wird. Hier beträgt die Studiendauer zwischen sechs und achtzehn Monaten. Diese Angebote sind allerdings nur für Personen geeignet, die Bereits im Bereich Eventmanagement tätig sind und sich durch diese Kurse fachlich verbessern oder für höhere Aufgaben qualifizieren wollen.

Wer eine klassische Berufsausbildung ohne Studium anstrebt, kann sich um eine Stelle als Azubi zur Veranstaltungskauffrau bzw. zum Veranstaltungskaufmann bewerben. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen. Zugangsvoraussetzung ist die mittlere Reife, Abiturienten werden in diesem Bereich von Arbeitgebern aber bevorzugt.

 

 

Inhalte des Eventmanagement Studium

An Universitäten wird Eventmanagement in der Regel nicht isoliert angeboten, sondern als Schwerpunkt- bzw. Vertiefungsfach im Rahmen eines wirtschaftswissenschaftlichen Studiengangs. Dazu zählen die Fächer Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Da die Hochschulausbildung Ländersache ist und viele Bundesländer ihren wissenschaftlichen Einrichtungen einen breiten Spielraum einräumen, können sich die Studien- und Prüfungspläne für ein und dasselbe Fach, je nach Hochschulstandort und Hochschultyp, beträchtlich von einander unterscheiden. Folgender Fächerkanon gehört aber an Universitäten nahezu ausnahmslos zu zum Pflichtstoff:

– Mathematik
– Statistik
– Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
– Mikroökonomik
– Makroökonomik
– Wirtschaftsrecht

Den beiden Formalwissenschaften Mathematik und Statistik wird dabei gerade an den Universitäten große Bedeutung zugemessen. Viele BWL-Studierende scheitern an diesen Fächern. Wer mit Mathematik im Allgemeinen und Stochastik im Besonderen bereits in der Schule auf Kriegsfuß stand, sollte deshalb bei der Auswahl der richtigen Hochschule besonders gründlich vorgehen. An Fachhochschulen kann das Fach Eventmanagement im Rahmen von Bachelor- und Masterprogrammen auch isoliert studiert werden. Auch hier handelt es sich immer um ein wirtschaftswissenschaftliches Studium, jedoch sind die Fächer mit unmittelbaren Bezug zum Eventmanagement dominant. Dazu zählen zum Beispiel die Themen:

– Organisationstheorie
– Event-Marketing
– Event-Controlling
– Sales Management
– New Media

Wegen der sehr unterschiedlichen Studienanforderungen und dem hohen Maß an Heterogenität bei der konkreten Ausgestaltung der Studien- und Prüfungspläne sollten sich angehende Studentinnen und Studenten unbedingt die Zeit nehmen, die Angebote der Bildungsinstitute miteinander zu vergleichen und sich nicht nur an der Attraktivität des Hochschulstandorts orientieren.

Auslandsstudium und Auslandspraktika

Nahezu alle Universitäten und Fachhochschulen kooperieren mittlerweile mit ausländischen Partnerinstituten, so dass sich ein Auslandsstudium meist problemlos realisieren lässt. Seit Umsetzung des Bologna-Abkommens werden Studierenden innerhalb Europas die an einer anderen Hochschule erzielten Leistungspunkte (ETCS) angerechnet. Ein Auslandsstudium geht deshalb nicht mehr zwingend mit einem Zeitverlust einher und erhöht die Einstellungschancen im stark international ausgerichteten Event-Bereich.

Wer an einer Fachhochschule immatrikuliert ist, muss in der Regel praktische Studienzeiten oder sogar ganze Praxissemester absolvieren. Die Fachhochschulen sind deshalb sehr gut mit der Wirtschaft vernetzt und vermitteln ihren Studierenden meist sehr gute Praktikumsplätze, aus im Ausland. Studierende an Universitäten müssen hier in der Regel mehr Eigeninitiative zeigen.

Berufseinstieg

Bereits im Jahr 2010 fanden in Deutschland 2,7 Millionen Veranstaltungen mit mehr als 300 Millionen Teilnehmern statt. Die Event-Branche wächst seither kontinuierlich. Gut ausgebildete, mobile junge Menschen finden deshalb relativ schnell eine erste Anstellung nach dem Studium. Sie organisieren Messen, Rockkonzerte, Fußballspiele oder Familienfeiern im großen Kreis. Allerdings sind viele Stellen für junge Event-Manager in der Tourismusbranche angesiedelt, die zu den Wirtschaftssektoren mit den geringsten Durchschnittslöhnen zählt. Einstiegsgehälter für Absolventen unter 30.000 Euro pro Jahr sind deshalb keine Seltenheit.

Andererseits ist die Zufriedenheit bei den Beschäftigten in dieser Branche besonders groß. Wer ein Masterstudium abgeschlossen hat, dem steht darüber hinaus auch eine Karriere im höheren Staatsdienst offen. Viele Messen, Museen, Konzerthallen und Theaterhäuser gehören den Ländern und Kommunen. In solchen Betrieben werden zumindest Tarif-Gehälter gezahlt. Darüber hinaus beschäftigen auch viele Konzerne Eventmanager, um firmeneigene Großveranstaltungen zu organisieren. Hier ist das erzielbare Einkommen durchaus mit dem von Betriebswirten vergleichbar.

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