Onlinemarketing im Eventbereich


27. Juli 2022 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Onlinemarketing

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Mit voranschreitender Digitalisierung verändert sich zunehmend auch das Marketing in zahlreichen Branchen. Die Event-Branche ist darunter keine Ausnahme. Während in der Vergangenheit persönliche Kommunikation dominierte, um potenzielle Eventteilnehmer von einer Veranstaltung zu überzeugen, ist heutzutage das Online Marketing führend. Richtig eingesetzt kann Online Marketing sowohl den Veranstaltern als auch den Eventteilnehmern zahlreiche Vorteile bringen. Die Möglichkeiten dieser Marketing-Art sind vielfältig und erreichen die unterschiedlichsten Zielgruppen.

Die verschiedenen Möglichkeiten des Onlinemarketing

Online Marketing gibt es in diversen Varianten. Jede Form des Online Marketings hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Welche sich für ein Event am besten eignet hängt von mehrere Faktoren ab, darunter die Zielgruppe und die Event-Art. Generell lässt sich festhalten, dass Veranstalter durch Online Marketing häufig eine höhere Reichweite generieren können, als durch nicht-digitales Marketing.

Für potenzielle Teilnehmer des Events bedeutet Online-Marketing nicht selten die Möglichkeit einer dauerhaften Bindung sowohl an das Event als auch an andere Teilnehmer weltweit (etwa weil der Austausch über Plattform und regelmäßige Newsletter-Updates gefördert werden).

SEA in der Event-Branche

Die Suchmaschinenwerbung, kurz SEA, ist eines der am häufigsten verwendeten Werbe-Tools in der Event-Branche. Damit ist überwiegend das Platzieren von Anzeigen über den Suchergebnissen auf einer Suchmaschinenseite gemeint. SEA-Maßnahmen lassen sich darüber hinaus um die sogenannte Bannerwerbung ergänzen, die auch als Display-Advertising bekannt ist. Mit diesen Werbemitteln können Veranstalter eine besonders große Reichweite erhalten. Bei großen Suchmaschinen wie Google ist die Reichweite am weitesten. Ein ins Auge stechendes und einheitliches Erscheinungsbild ist bei dieser Maßnahme besonders wichtig. Diese Werbemaßnahmen sind für Veranstalter kostenpflichtig. Da Suchmaschinen über den Ergebnissen nur begrenzten Raum für Werbebanner und -anzeigen haben, ist die Konkurrenz hoch.

SEO-Maßnahmen für Veranstaltungen

Eine andere Art des Online Marketings sind SEO-Maßnahmen, d.h. Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung. Dabei wird die eigene Website so gestaltet, dass sie für Suchanfragen auf Suchmaschinen möglichst relevant ist. Je höher die Rankingposition der Website auf großen Suchmaschinen wird, desto mehr Teilnehmer werden auf sie aufmerksam. Eventplattformen, die neu auf dem Markt sind, können durch SEO-Maßnahmen dafür sorgen, dass Interessenten anderer Veranstaltungen im ähnlichen Bereich durch eine Online-Suche auch auf ihre Website stoßen.

Social Media Marketing

Social Media wird in vielen Branchen immer wichtiger und sorgt auch bei Veranstaltungen für einen großen Werbeeffekt. Plattformen wie XING, LinkedIn, aber auch Instagram, Facebook und Co. erlauben das Präsentieren eines öffentlichen Events und das Erreichen zahlreicher Nutzer. Viele der Social Media Plattformen bieten gleichzeitig mehrere Möglichkeiten der digitalen Interaktionen. So können sowohl Veranstalter und (potenzielle) Teilnehmer in Kommunikation treten, als auch (potenzielle) Teilnehmer untereinander. Social Media Marketing sorgt weiterhin durch Gewinnspiele und Sonderaktionen dafür, dass Nutzer sich stärker in das Event eingebunden fühlen und andere Nutzer darauf aufmerksam machen. Das altbekannte Prinzip „Freunde werben Freunde“ kann auf diesen Plattformen digital wiederbelebt werden.

Influencer Marketing

Das sogenannte Influencer Marketing ist eine Besonderheit des Social Media Marketings. Es sorgt für Reichweite und Vertrauen durch einen Vertrag mit bekannten Influencer. Event-Plattformen nutzen die Reichweite des Influencers, indem sie mit diesem einen Werbevertrag eingehen oder indem sie ihnen kostenlose Werbeartikel schenken, in der Hoffnung, dass der Influencer die Produkte öffentlich teilt. Wirbt der Influenecer im Gegenzug für dieses Event, erhalten die Veranstalter einen neuen Kreis potenzieller Interessenten. Das Prinzip läuft ähnlich wie das des Freunde-werbens. Influencer sind zwar mit den meisten Followern nicht befreundet, erhalten aber ihr Vertrauen. Werben sie für ein Event, wird dies das Interesse zahlreicher anderer Social Media Nutzer steigern.

E-Mail- und Whatsapp-Newsletter

E-Mail-Newsletter versorgen Interessierte sowie ehemalige Besucher einer Veranstaltung regelmäßig mit Neuigkeiten über den Veranstalter, ähnliche Events und zukünftige Folgeevents. Sie bilden das Äquivalent zu den analogen Posteinwürfen. Veranstalter können kostengünstig und schnell eigene E-Mail-Newsletter erstellen oder Informationen über ihre Events in die Newsletter anderer Anbieter einbauen lassen. Whatsapp-Newsletter sind der Nachfahre des altbekannten E-Mail-Newsletters. Über Whatsapp-Gruppen erhalten Interessierte regelmäßig Neuigkeiten zu bevorstehenden Veranstaltungen. Ähnlich wie Social Media Maßnahmen lässt sich durch beide Newsletter eine dauerhafte Bindung aufbauen. Die Interessenten erhalten die Neuigkeiten auf regelmäßiger Basis – bevor und nach dem Event. So bleiben sie ständig informiert und vergessen die Veranstaltung nicht direkt nach ihrer Beendigung. Gibt es im nächsten Jahr eine Folgeveranstaltung werden sie rechtzeitig darüber informiert. Ein Folgeevent profitiert von diesen Maßnahmen merklich.

Virales Marketing

Von Viralem Marketing wird gesprochen, wenn ein Veranstalter eine Werbebotschaft online veröffentlicht und die so viel Erfolg hat, dass sie von zahlreichen Nutzern geteilt und verbreitet wird. Sie „geht viral“ und verbreitet sich ohne weiteres Zutun des Veranstalters. Virales Marketing ist für den Veranstalter besonders effektiv, da der Großteil der Verbreitung ohne eigene Mühe stattfindet. Es gelingt beispielsweise über ein besonders emotionales Video oder Bild. Videos haben in der Regel die größten Chancen in diesem Bereich. Sie können beispielsweise über Youtube oder Instagram veröffentlicht werden. Damit ein Video entsprechenden Erfolg verbuchen kann, sollte es möglichst emotional und überraschend gestaltet werden. Die Botschaft dahinter darf nicht allein eine Werbebotschaft sein, sondern sollte vielmehr soziale Wünsche und aktuelle Themen ansprechen. Ein gutes Beispiel ist die Edeka-Werbung unter dem Motto #heimkommen. Der Weihnachtsclip wurde allein auf Youtube über 56 Millionen Mal angesehen und erreichte Zuschauer weltweit. Videos werden in der Regel mit entsprechenden Hashtags versehen, unter denen das Teilen läuft. So groß der Erfolg einer solchen Kampagne sein kann, so schwierig ist er ach vorherzusehen.

Ausbildung im Onlinemarketing

Online Marketing studieren

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Neben learning by doing und diversen Selbstlernkursen werden auch immer mehr Bachelor und Masterstudiengänge im Online Marketing angeboten. So verzeichnen deutsche Hochschulen seit 2010 ein stetiges Interessen an Angeboten im Bereich Online Marketing bzw. digitales Marketing – als Ergänzung im BWL Studium oder grundständiges eigenes Studium.

Fazit – die Chancen des Onlinemarketing der Eventbranche

Online Marketing bringt der Event-Branche zahlreiche Vorteile. Veranstalter können Teilnehmer durch Online Kampagnen länger an sich binden und eine größere Reichweiter potenzieller Interessenten erhalten. Teilnehmer haben über die Online Maßnahmen die Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmern und Interessenten zu verbinden und über ihre Favoriten langfristig informiert zu bleiben. Welche Maßnahmen den größten Erfolg versprechen, hängt von Art und Zielgruppe der Events ab. So haben Bewerbungen beruflicher und wirtschaftlicher Events auf Plattformen wie XING häufig mehr Erfolg als über einen E-Mail-Newsletter, während lokale Events ihre Zielgruppe möglicherweise gerade über die Newsletter erreichen. Jüngere Zielgruppen werden über Instagram und Youtube besser erreicht als per E-Mail und Suchmaschinen-Banner, während ältere Generationen besser über letztere Varianten angesprochen werden. In jedem Fall eröffnet die digitale Welt viele Möglichkeiten, von denen Veranstalter und Teilnehmer gleichermaßen profitieren können. 

 

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