Ein sicheres Fest – So arbeitet Security im Hintergrund


17. Februar 2022 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Event Security
Event Security

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Auf allen größeren Veranstaltungen und in Diskotheken werden die Gäste stets von mehreren Security-Leuten im Blick behalten. Diese haben nicht nur die Aufgabe, den Einlass zu kontrollieren, sondern auch, grundsätzlich geltende Sicherheitsmaßnahmen während den Veranstaltungen durchzusetzen und zu überwachen. Im Fall eines Konflikts oder wenn es zu anderen Problemen kommt, schreiten sie ein und sorgen für Ruhe und Ordnung.

Insbesondere dann, wenn Alkohol ausgeschenkt wird, kontrollieren die Männer und Frauen der Security den Konsum und kümmern sich gegebenenfalls auch darum, wenn ein Gast zu tief ins Glas geblickt hat und sich auffällig verhält. Die Präsenz des Security-Personals ist also dafür gedacht, eine Veranstaltung im Gesamten friedvoll ablaufen zu lassen und Probleme schnellstmöglich zu lösen, um andere Gäste nicht zu beeinträchtigen und zu gefährden.

Wer steckt hinter den Security-Leuten?

Das eingesetzte Security-Personal bei Veranstaltungen oder auch in Banken und Betrieben wird natürlich ganz besonders hinsichtlich Rechts- und Dienstkunde sowie Gefahrenabwehr geschult und trainiert dabei auch Deeskalationstechniken sowie den Umgang mit Verteidigungswaffen. Dazu wird beispielsweise eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolviert und anschließend die Sachkundeprüfung nach Paragraph 34 a der Gewerbeordnung abgelegt. Es handelt sich also nicht nur um irgendwelche augenscheinlich breit gebauten, kräftigen Männer, die ausschließlich in eskalierten Auseinandersetzungen dazwischengehen, sondern um qualifiziertes Personal mit umfangreichem Aufgabenfeld.

Tatsächlich gibt es für Sicherheitsdienstmitarbeiter sogar eine ganze Reihe von Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um in diesem Beruf Fuß fassen zu können. Sie müssen beispielsweise ein Führungszeugnis und eine Schufa-Auskunft vorlegen und ihre Lebensumstände sowie ihre psychische und physische Gesundheit im Vorfeld prüfen lassen. Ehemals Suchtkranke haben beispielsweise meistens keine Möglichkeit, als Security tätig werden zu können.

Wer sich in dieser Branche beweist und aufsteigen will, hat mittels verschiedener Weiterbildungsmöglichkeiten die Chance, eine höhere Position zu erreichen und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Welche Aufgaben haben Security-Mitarbeiter?

Abhängig vom Einsatzort haben die Mitarbeitenden der Sicherheitsdienste breit gefächerte Aufgaben. Sie gewährleisten grundsätzlich, dass sämtliche Vorgaben und Regeln der Auftraggeber, sei es von Veranstaltern oder von anderen Unternehmen, eingehalten und umgesetzt werden. Sie erstellen somit auch ganze Sicherheitskonzepte und lösen anschließend sämtliche aufkommende Probleme in kürzester Zeit.

Bei Veranstaltungen kontrollieren sie, wer hinein darf und wer nicht, ob gefährliche Gegenstände mitgebracht werden und dass die Gäste sich in geordneten Bahnen bewegen. Sie schreiten ein, wenn es zu Gedränge oder Konflikten kommt und sind oft die ersten, die bei einem Unfall zur Stelle sind und Maßnahmen ergreifen.

In Unternehmen oder Banken ist die Aufgabe des Sicherheitspersonals, die ein- und ausgehenden Mitarbeiter und Besucher zu beobachten und Gefahrenpotential frühestmöglich zu erkennen, um dann entsprechend reagieren zu können. Auch Sicherheitstransporte werden von geschulten Securitys übernommen.   

Wie arbeitet der Sicherheitsdienst bei Veranstaltungen?

Die Zahl der Security-Leute wird zunächst stets nach der Anzahl der Gäste bemessen, damit das gesamte Areal überwacht werden kann. Je mehr Besucher, desto mehr Sicherheitsdienst-Mitarbeiter werden beauftragt. Sie positionieren sich dann während der Veranstaltungen an taktisch gut gewählten Orten, um alles im Blick zu haben und schnell an Ort und Stelle sein zu können, wenn es irgendwo zu Problemen kommt. Zudem werden immer einige Securitys umherlaufen, um auffällige Situationen noch schneller erkennen zu können.

Damit das so funktioniert, wie der Veranstalter es sich wünscht und vorstellt, wird das Sicherheitskonzept im Voraus besprochen und entsprechend optimiert. Es finden zudem stets Begehungen statt, damit jeder der Security-Leute weiß, wie der Veranstaltungsort aufgebaut ist und wo es zu kritischen Situationen kommen könnte. Die Veranstalter haben für diesen Fall bestenfalls umfassende Kenntnisse im Eventmanagement, um gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst schon vor Beginn der Veranstaltung ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept zu erarbeiten, damit der Ablauf schnellstmöglich für alle Beteiligten klar wird.

Was passiert bei Auseinandersetzungen oder anderen Problemen?

Da die Security-Mitarbeiter stets über Funk miteinander in Kontakt sind, kann in Krisensituationen immer sofort gehandelt werden. Reicht das Personal vor Ort nicht aus, werden weitere Kollegen von anderen Standorten auf der Veranstaltung hinzugerufen. In besonders brenzligen Situationen wird selbstverständlich auch die Polizei oder weitere externe Einsatzkräfte informiert.  

Natürlich wird zunächst aber immer versucht, zu deeskalieren und die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Im schlimmsten Fall wenden die Securitys ihre Nahkampfkenntnisse an oder nutzen erlaubte Verteidigungswaffen, um nicht selbst verletzt zu werden. In erster Linie zählt bei solch einem Einsatz, niemanden zu gefährden und die Situation schnellstmöglich zu entschärfen. Daher werden auch Besucher der Veranstaltung, die Ärger verursachen, von der Security des Platzes verwiesen und gegebenenfalls der Polizei übergeben.

Welche Befugnisse haben Security-Leute?

Natürlich dürfen Mitarbeitende aus dem Sicherheitsgewerbe genauso wenig wie die Polizei unverhältnismäßige Gewalt anwenden – sie dürfen sich und andere aber verteidigen. Werden sie in einer kritischen Situation angegriffen und gefährdet, haben sie das Recht, den Täter von sich wegzuweisen und gegebenenfalls zu Boden zu bringen. Das gleiche gilt für den Fall, dass Dritte bedroht oder verletzt werden und die Security zum Schutze dieser einschreitet. Anschließend können sie Gefährder dann auch so lange festhalten, bis die Polizei vor Ort ist, um weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Das bedeutet also, dass Security-Leute natürlich keine Straftaten begehen dürfen, aber durchaus im Rahmen ihrer Tätigkeit allgemeine Befugnisse haben, um Gefahr abzuwenden und Gefährder festzuhalten. Eine Waffe dürfen sie dabei nicht tragen, allerdings bestimmte andere erlaubte Mittel zur Verteidigung.

Fazit

Wer den Sicherheitsdienst auf einer Veranstaltung wahrnimmt, kann in der Regel beruhigt sein und sich sicher fühlen. Üblicherweise hat dieser immer alles im Blick, kann Krisensituationen schnell erkennen und dementsprechend auch reagieren. Zudem dienen die Securitys immer als Ansprechpartner für Probleme während der Veranstaltung und sorgen von vorneherein schon dafür, dass keine gefährlichen und unerlaubten Gegenstände mitgebracht werden. Auch alkoholisierte Randalierer haben meist keine Chance, größeren Schaden anzurichten und werden im Fall der Fälle schnell des Platzes verwiesen. Sollte eine Situation für den Sicherheitsdienst nicht zu lösen sein, werden die Mitarbeiter selbstverständlich immer die Polizei hinzuziehen. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass bis dahin immer der Schutz jedes einzelnen Gasts an erster Stelle steht und alles dafür getan wird, dass niemand verlet

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