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Nachhaltigkeitsberatung und Green-Event-Zertifizierung im Firmenverzeichnis

10 Firmen

8 Beratungsfirmen im Vergleich: Zulassung und Nachweise

Das Firmenverzeichnis führt 10 Anbieter für Nachhaltigkeitsberatung und Green-Event-Zertifizierung. 8 davon nennen auf ihrer Website Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Zulassungen oder Zertifikate; die Tabelle stellt diese Angaben nebeneinander, lässt sich sortieren und nach Bundesland und Mitarbeiterzahl filtern.

Angaben der Firmen auf ihren Websites, abgerufen 13.10.2026 bis 16.10.2026, geprüft 14.10.2026 bis 21.10.2026. Zulassung: Erlaubnis, Akkreditierung oder Berufszulassung laut Impressum bzw. Website. Zertifikate: Managementsystem-Normen der Firma selbst. Einsatzgebiet: weitester genannter Radius. 2 weitere Firmen ohne vergleichbare Angaben stehen in der Liste oben.

mac. brand spacesLangenlonsheim–270international–ISO 20121
Holtmann+Langenhagen1950140international–ISO 20121
GUTcertBerlin1997128internationalDAkkS-Akkreditierung, Umweltgutachter–
myclimate DeutschlandReutlingen2009über 50bundesweit––
2bdifferentSpeyer––internationalBAFA-Akkreditierung–
Berlin Convention Office (visitBerlin)Berlin2001–international–ISO 20121
PHOCUS BRAND CONTACTNürnberg1998–international––
VOK DAMSWuppertal1975–international–ISO 9001, ISO 20121 +1

Nach Bundesland

Was Nachhaltigkeitsberatung bei Veranstaltungen umfasstNachhaltigkeitsberaterinnen und -berater unterstützen Veranstalter, Agenturen und Häuser dabei, die Umwelt- und Sozialwirkungen einer Veranstaltung zu erfassen und zu verringern. Typische Leistungen sind eine Bestandsaufnahme mit Emissionsbilanz, die Anreise, Energie, Verpflegung, Material und Abfall erfasst, ein Maßnahmenplan mit Zielen, Leitfäden für Dienstleister und Caterer, die Schulung des Teams, Begleitung während der Veranstaltung und ein Bericht danach. Bei Veranstaltungsstätten und Agenturen geht es häufig um ein Managementsystem, das nicht ein einzelnes Ereignis, sondern das ganze Unternehmen erfasst. Soziale Themen wie Barrierefreiheit, faire Beschaffung oder Arbeitsbedingungen von Aushilfen gehören ebenfalls dazu.Viele Häuser haben das Thema bereits aufgegriffen: Im Meeting- & EventBarometer 2025/26 gaben 60 Prozent der befragten Veranstaltungsstätten an, über einen Nachhaltigkeitsstandard zu verfügen.Zertifizierung und NormenFür Veranstaltungen gibt es eine eigene internationale Norm. ISO 20121 beschreibt Anforderungen an ein Managementsystem für nachhaltige Veranstaltungen; die zweite Ausgabe erschien im April 2024 als ISO 20121:2024. Eine Zertifizierung nach dieser Norm bewertet das Managementsystem einer Organisation, nicht die Umweltbilanz eines einzelnen Abends. Daneben gibt es Siegel und Labels unterschiedlicher Herkunft und Prüftiefe. Für Auftraggeber zählt deshalb, wer prüft, nach welchen Kriterien, ob vor Ort kontrolliert wird und wie lange ein Nachweis gilt. Bei wiederkehrenden Veranstaltungen lohnt der Vergleich über mehrere Ausgaben, weil sich erst dann zeigt, ob Maßnahmen tatsächlich wirken.Neue Regeln für UmweltaussagenWie Veranstalter über ihre Maßnahmen sprechen, ist rechtlich eingegrenzt. Die Richtlinie (EU) 2024/825 ergänzt die Liste der Geschäftspraktiken, die unter allen Umständen als unlauter gelten. Dazu zählt nun das Anbringen eines Nachhaltigkeitssiegels, das weder auf einem Zertifizierungssystem beruht noch von staatlichen Stellen festgesetzt wurde (Anhang I Nr. 2a der Richtlinie 2005/29/EG in neuer Fassung), ebenso eine Aussage, ein Produkt habe aufgrund der Kompensation von Treibhausgasemissionen neutrale, verringerte oder positive Auswirkungen auf die Umwelt (Nr. 4c). Nach Art. 4 der Richtlinie sind die nationalen Umsetzungsvorschriften ab dem 27. September 2026 anzuwenden. Formulierungen wie „klimaneutrales Event“ verdienen deshalb eine sorgfältige Prüfung, im Zweifel durch Juristen; dieser Text ist keine Rechtsberatung.Beratung auswählen und QualifikationenVor der Anfrage hilft es, vorhandene Daten zusammenzustellen: Teilnehmerzahl und Herkunft, Veranstaltungsort, Energieversorgung, Cateringkonzept, Materialeinsatz. Fragen an Beraterinnen und Berater betreffen die verwendete Bilanzierungsmethode, die Herkunft der Emissionsfaktoren, den Umgang mit Kompensation und die Unabhängigkeit gegenüber Zertifizierern. Wichtig ist auch, ob die Beratung bei der Umsetzung bleibt, etwa mit Briefings für Caterer und Standbauer, oder nur einen Bericht liefert, und ob die Dokumentation so angelegt ist, dass eine spätere Zertifizierung darauf aufbauen kann. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt; Fachleute kommen aus Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen oder der Veranstaltungspraxis, etwa mit einer Fortbildung zum Geprüften Veranstaltungsfachwirt. Studiengänge, die Eventmanagement mit Nachhaltigkeit verbinden, sind unter Studium zu finden.Verwandte LeistungenMaßnahmen setzen andere Anbieter um: Abfall- und Wertstoffmanagement bei Veranstaltungen, Geschirr- und Gastronomieverleih für Mehrweglösungen oder Personentransport und Shuttle-Service für eine gebündelte Anreise. Wer Werbeaussagen rechtlich absichern will, wendet sich an die Rechtsberatung Veranstaltungs- und Urheberrecht.