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Kulissen- und Szenenbau im Firmenverzeichnis

15 Firmen

12 Messebaufirmen im Vergleich: Fertigung, Systeme und Messeplätze

Das Firmenverzeichnis führt 15 Anbieter für Kulissen- und Szenenbau. 12 davon nennen auf ihrer Website Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Werkstattfläche, Bausysteme oder Messeplätze; die Tabelle stellt diese Angaben nebeneinander, lässt sich sortieren und nach Bundesland und Mitarbeiterzahl filtern.

Angaben der Firmen auf ihren Websites, abgerufen 13.10.2026 bis 15.10.2026, geprüft 14.10.2026 bis 21.10.2026. Werkstatt- bzw. Produktionsfläche wie von der Firma genannt, ohne Lagerflächen. Systeme: eigene oder vertriebene Bausysteme, die ersten zwei. Messeplätze: Städte mit eigenen Bauprojekten oder Servicepartnerschaft laut Website, die ersten drei. 3 weitere Firmen ohne vergleichbare Angaben stehen in der Liste oben.

PRG DeutschlandHamburg1988über 350–––
AMBIONKaufungen–über 250–––
JOKEBremen1992130–––
BALLONIKöln–rund 100–––
AventemHilden2006über 60–––
Isinger + MerzWiesbaden1977503.500ISIDesignFrankfurt am Main, München, Düsseldorf +13
LimelightGilching–50–––
Archimedes ExhibitionsBerlin1996–1.000––
ArtlifeHofheim1993––AluvisionFrankfurt, München, Berlin +3
ET GLOBALFrankfurt am Main1968––C8, OCTANORMStuttgart
ETNordHamburg1995––––
satis&fyKarben1993––––

Nach Bundesland

Bühnenbilder und Themenwelten auf ZeitKulissen- und Szenenbau stellt Bauten her, die eine Geschichte erzählen: Bühnenbilder für Galas und Shows, Fassaden und Kulissen für Mottoveranstaltungen, Themenwelten auf Messen, Requisiten, Großskulpturen, Kaschierungen und Oberflächen, die Stein, Holz oder Metall nachahmen. Die Werkstätten arbeiten mit Holz, Metall, Hartschaum, Textilien und Farbe und verbinden klassische Theatertechniken mit CNC-Fräsen, 3D-Druck und Projektionsflächen. Neben der Eventbranche zählen Theater, Film- und Fernsehproduktionen, Freizeitparks und Museen zu den Auftraggebern. Viele Betriebe übernehmen auch Transport, Aufbau und Einlagerung, damit Elemente bei Tourneen oder wiederkehrenden Veranstaltungen erneut zum Einsatz kommen.Vom Entwurf zum fertigen BildAm Anfang steht meist ein Entwurf von Agentur, Bühnenbildnerin oder Szenograf, den die Werkstatt in Bauzeichnungen und Materialvorschläge übersetzt. Auftraggeber fragen sinnvollerweise nach Modellen oder Materialmustern, nach dem Gewicht der Elemente und ihren Hängepunkten, nach Transportmaßen, Aufbauzeit und der Zahl der benötigten Personen. Wichtig sind außerdem Angaben zur Standsicherheit freistehender Wände und Figuren sowie zur Wiederverwendung: Werden die Teile nach der Veranstaltung eingelagert, umgebaut oder entsorgt? Eine frühe Abstimmung mit Lichtdesign und Videotechnik vermeidet Überraschungen bei Oberflächen, die spiegeln oder Licht schlucken. Für Tourneen lohnt ein Bausystem, das sich an unterschiedlich große Säle anpassen lässt und in gängige Transporter passt.Regeln für Ausstattungen und SzenenflächenIn Versammlungsstätten unterscheiden die Verordnungen zwischen Ausstattungen und Requisiten. Nach § 2 der bayerischen Versammlungsstättenverordnung sind Ausstattungen Bestandteile von Bühnen- oder Szenenbildern, etwa Wand-, Fußboden- und Deckenelemente, Bildwände und Treppen; Requisiten sind bewegliche Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Leuchten oder Geschirr. § 33 sieht für Ausstattungen mindestens schwerentflammbares Material vor; auf Bühnen oder Szenenflächen mit automatischer Feuerlöschanlage genügt normalentflammbares, und für Requisiten verlangt die Vorschrift mindestens normalentflammbares Material. Für Arbeiten im bühnentechnischen Bereich gelten die Unfallverhütungsvorschriften DGUV Vorschrift 17 und 18 „Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung“, die von der DGUV Regel 115-002 (Ausgabe 2024) konkretisiert werden. Auf Messegeländen kommen eigene Grenzen hinzu: Technische Richtlinien schließen dort teils Materialien wie Polystyrol-Hartschaum oder PVC aus, auch in Unterkonstruktionen, und verlangen Prüfzeugnisse zum Brandverhalten. Wer Kulissen zwischen Bühne und Messehalle wechselt, plant die Materialien daher für die strengere Umgebung.Berufe im KulissenbauEin eigener Ausbildungsberuf prägt das Handwerk: Bühnenmalerinnen und Bühnenplastiker lernen drei Jahre lang in den Fachrichtungen Malerei oder Plastik, geregelt durch eine Verordnung aus dem Jahr 2000. Hinzu kommen Tischler, Schlosser und Fachkräfte für Veranstaltungstechnik für Montage und Aufbau. Leitung und Aufsicht der Arbeiten in Veranstaltungs- und Produktionsstätten darf der Unternehmer nach § 15 der DGUV Vorschrift 17 nur Bühnen- und Studiofachkräften übertragen; für Leitungsaufgaben in der Veranstaltungstechnik gibt es die Fortbildung zum Geprüften Meister für Veranstaltungstechnik. Studiengänge in Bühnenbild, Szenografie oder Ausstellungsgestaltung sind über die Studienübersicht erreichbar.Verwandte Leistungen sind Dekoration und Floristik für kleinere Ausschmückungen, Bodensysteme und Bühnenpodeste als Unterbau sowie Bühnen, Rigging und Traversen für hängende Elemente. Projektionen auf Kulissen setzt die Video-, LED- und Projektionstechnik um, Effekte wie Nebel oder Funken die Leistung Spezialeffekte, Pyrotechnik und Laser.