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Mobile Sanitäranlagen im Firmenverzeichnis

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Ausstattung für Gelände ohne feste Infrastruktur

Wo ein Stadtfest, ein Firmenjubiläum im Werksgelände oder ein Konzert auf der Freifläche stattfindet, fehlen meist ausreichend feste Toiletten. Vermieter mobiler Sanitäranlagen schließen diese Lücke. Ihr Angebot reicht von einzelnen Toilettenkabinen mit Fäkalientank über barrierefreie Kabinen bis zu Toilettenwagen und Containern mit Wasserspülung, Beleuchtung und Heizung, die sich für Gäste mit gehobenem Anspruch, Backstage oder Crew eignen. Dazu kommen Urinalrinnen, Handwaschstationen mit Frischwasser, Duschcontainer für mehrtägige Veranstaltungen, Wickelplätze sowie Frisch- und Abwassertanks oder der Anschluss an Kanal und Wasserleitung. Zum Service gehören Anlieferung, Aufstellung, Reinigung, Absaugen und Nachfüllen von Papier und Seife während der Veranstaltung und der Abtransport danach.

Wie viele Toiletten gebraucht werden

Für Versammlungsstätten gibt es Mindestzahlen. Die bayerische Versammlungsstättenverordnung verlangt in § 12 getrennte Toilettenräume für Damen und Herren und gibt eine Tabelle vor: Bis 1.000 Besucherplätze je 100 Plätze 1,2 Toilettenbecken für Damen sowie 0,8 Toilettenbecken und 1,2 Urinalbecken für Herren; für jede weitere 100 Plätze über 1.000 sind es 0,8, 0,4 und 0,6, über 20.000 noch 0,4, 0,3 und 0,6. Die Ergebnisse werden aufgerundet. Für 3.000 Besucherplätze ergeben sich nach dieser Tabelle rechnerisch 28 Damentoiletten, 16 Herrentoiletten und 24 Urinale. Für Rollstuhlnutzer sieht § 12 Abs. 2 eine ausreichende Zahl stufenlos erreichbarer Toiletten vor, mindestens eine je zehn Rollstuhlplätze. Vorhandene Toiletten auf dem Gelände oder in der Nähe dürfen angerechnet werden, wenn sie den Besuchern zugänglich sind. Ob und wie diese Werte auf eine einzelne Veranstaltung im Freien übertragen werden, ergibt sich aus der Genehmigung im Einzelfall.

Planung und Fragen an Anbieter

Neben der Besucherzahl beeinflussen Dauer, Ausschank von Getränken, Pausenzeiten und das Verhältnis von Frauen und Männern im Publikum den Bedarf. Standorte sollten gut beleuchtet, ausgeschildert und für Saugfahrzeuge erreichbar sein, ohne Rettungswege zu verstellen. Wichtige Fragen an Anbieter betreffen die Reinigungsintervalle während der Veranstaltung, die Zahl der Servicekräfte vor Ort, Wasser- und Abwasserlösungen bei fehlendem Anschluss, Winterbetrieb bei Frost sowie die Entsorgung der Abwässer. Kalkulieren lässt sich das mit einem Lageplan, der erwarteten Besucherzahl je Stunde und der Laufzeit einschließlich Auf- und Abbau. Getrennte Anlagen für Crew und Künstler ersparen dem Personal Wartezeiten in den Besucherschlangen. Bei Veranstaltungen mit Übernachtung, etwa Festivals mit Campingflächen, verschiebt sich der Bedarf im Tagesverlauf: Morgens sind Duschen und Waschplätze gefragt, abends Toiletten in Bühnennähe.

Wer die Sanitärplanung verantwortet

Auf Seiten der Vermieter arbeiten Fahrer für Liefer- und Saugfahrzeuge sowie Servicekräfte, die während der Laufzeit reinigen und nachfüllen. In Organisationsteams liegt die Planung der Infrastruktur meist bei der Produktionsleitung, oft besetzt mit Veranstaltungskaufleuten oder Fachleuten mit Fortbildung zum Geprüften Veranstaltungsfachwirt. Wer sich für diese Laufbahnen interessiert, findet Ausbildungs- und Studienwege unter Studium.

Verwandte Leistungen

Sanitäranlagen werden fast immer zusammen mit Abfall- und Wertstoffmanagement und Absperr- und Zauntechnik geplant. Auf Open-Air-Flächen und bei Foodtrucks und mobiler Gastronomie gehören auch Handwaschmöglichkeiten für das Personal dazu.