Sich für eine Sprachreise zu entscheiden, ist der erste Schritt, um sich intensiv mit einer Sprache zu befassen und diese vor Ort kennen zu lernen. Die Sprache steht in Bezug zu anderen Kulturen, ermöglicht die
Kommunikation mit Einheimischen und setzt bereits erlernten Wortschatz in ein reales Umfeld. Organisierte Sprachreisen verbinden Unterricht mit gezielter Animation, so dass neben Grammatik und Konversation auch für die Stadt bzw. das Land typische Ereignisse entdeckt werden können. Dabei kann es sich um traditionelle Feste handeln, um das Erleben kulinarischer Köstlichkeiten oder den Besuch historischer Sehenswürdigkeiten. Bei allen diesen Aktivitäten umgibt den Sprachreisenden ständig der Klang der Sprache, was seine auditive Wahrnehmung schult. Das Erblicken von Schildern oder schriftliche Erklärungen in Museen fördern des Weiteren die schriftliche Kompetenz insbesondere bei Personen, die ein eher visuell geprägtes Gedächtnis haben.
Die Sprachreisenden, die offen auf die Einheimischen zugehen und die vom Sprachreiseanbieter organisierten Feiern nutzen, können gut Kontakte knüpfen. Viele Freundschaften können entstehen, die über die Sprachreise hinaus bestand haben. Die heutigen Kommunikationsmittel wie Internet oder Telefon erlauben auch einen kontinuierlichen Austausch über große Entfernungen hinweg. So entsteht ein Gefühl von Nähe zu Menschen, die aufgrund ihrer Sprache und Kultur anders sind. Verständnis und voneinander Lernen wirken sich positiv aus und sind eine persönliche Bereicherung jedes einzelnen.
Französisch – Vorteile einer Weltsprache
Die französische Sprache hat sich nicht zuletzt wegen der Kolonialzeit in der ganzen Welt verbreitet. Nach dem Englischen rangiert Französisch auf Platz zwei der Weltsprachen und ist in folgenden Ländern Amtssprache: Äquatorialguinea, Belgien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, die Elfenbeinküste, Frankreich, Haiti, Kamerun, Kanada, die Demokratische Republik Kongo, Luxemburg, Madagaskar, Mali, Monaco, Niger, Ruanda, die Schweiz, der Senegal, die Seychellen, Togo, der Tschad und Vanuatu. Es besteht folglich die Möglichkeit, in vielen Ländern Französisch zu lernen und die Sprachreise mit einem urlaubsähnlichen Flair zu verbinden. Französisch zählt aber nicht nur zu den Amtsprachen, sondern dient auch als Verhandlungssprache der Europäischen Union.
Sie wird zudem als interne Sprache des Europäischen Gerichtshof verwendet und fungiert als eine der Arbeitssprachen der Vereinten Nationen. Französisch wird auch als Diplomatensprache bezeichnet, da Wortschatz, Klang und Struktur Feinheiten beinhalten, die Verhandlungen entscheidend begünstigen. Die Bedeutung des Französischen liegt auf der Hand. Daher entscheiden sich viele Menschen dafür, diese Sprache zu erlernen. Für Deutsche ist Französisch zudem die Sprache des Nachbarn, die Sprache der nunmehr langjährigen Freundschaft, die durch Sprachreisen gepflegt werden kann.
Studium und Sprachreise miteinander kombinieren
Die französische Sprache zu studieren und nicht in ein französischsprachiges Land zu reisen, erscheint beinahe unvorstellbar. Sprachreisen werden in zahlreiche Städte, Regionen und Länder angeboten. Für Studierende bieten sich zeitlich die Semesterferien an. Je nach Budget nimmt man europäische oder afrikanische Ziele ins Visier. Insbesondere Studierende entdecken die Faszination von Sprachreisen, die Lernen und Erleben vereint und sie auf die spätere Berufswahl vorbereitet. Bereits Berufstätige können in ihrem Urlaub eine Sprachreise buchen. Sie können auch von dem gesetzlich vorgeschriebenen Bildungsurlaub – fünf Tage pro Jahr oder zehn Tage alle zwei Jahre – profitieren. Zwei bis vier Wochen Sprachreise erweisen sich als sinnvoll. Beispielsweise könnte die Sprachreise in die Bretagne führen, wo das Erlernen des Französischen mit Ausflügen ans Meer, mit bretonischen, traditionellen Festen, mit Genießen leckerer Crèpes unterstützt wird. Jede Destination hat ihre Eigenheiten und Schönheiten. Jeder Sprachreisende kann das für sich perfekte Ziel finden.
ERASMUS+ – ein Austauschprogramm im Hochschul-, Erwachsenen- und Berufsbildungsbereich
Studierende können an Projekten teilnehmen, die beispielsweise von der Europäischen Union finanziert werden. Das seit langem bestehende und immer wieder aktualisierte ERASMUS+ – Programm unterstützt die Studierenden in ihrer Mobilität. So können ein bis zwei Semester an Partneruniversitäten absolviert werden. Die Verträge zwischen den Universitäten erlauben eine Anerkennung erbrachter Studienleistungen im Gastland und verhindern somit, das wertvolle Studienzeit verloren geht. Wer sich für ein ERASMUS+ – Projekt interessiert, sollte bereits Vorkenntnisse in der betreffenden Sprache haben, da man sonst den Vorlesungen und Seminaren nicht folgen kann. Da eine komplette Finanzierung des Auslandaufenthalts durch ERASMUS+ nicht gegeben ist, sollte man sein Projekt gut vorbereiten.
Befindet man sich erst einmal vor Ort, so stellt man beruhigt fest, das viele administrative Gänge nicht erforderlich sind. Ein ERASMUS+ – Koordinator kümmert sich um die Belange der Studierenden. Zudem fallen als Teilnehmer des Programms keine Einschreibe- oder Studiengebühren für die Gaststudierenden an. Das ERASMUS+ – Programm beinhaltet heute ebenfalls die Erwachsenen- und Berufsbildung. So wird Auszubildenden aber auch Lehrkräften ein Auslandsaufenthalt mittels dieses Systems geschaffen. Ziel ist es, breite Berufsgruppen für Sprachreisen zu interessieren und somit sprachliche Kompetenzen aufzubauen. Dies fördert langfristig die internationale Zusammenarbeit verschiedensprachiger Länder, baut persönliche, freundschaftliche Kontakte auf und sichert den Frieden.
– Sprachdirekt.de
– EU Förderung europa.eu
– Erasmusplus
– Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter
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